Sprungziele
Inhalt
Datum: 05.07.2019

Arthur Schmidt gewinnt Ideenwettbewerb

Die Kreisstadt Dietzenbach feiert im Jahr 2020 ihr 800-jähriges Jubiläum sowie ihr 50-jähriges Stadtjubiläum. Die Vorbereitungen innerhalb der Kreisstadt für zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen laufen auf Hochtouren.

Ein verbindendes Logo soll all die Aktivitäten im Jubiläumsjahr vereinen und zu Werbezwecken dienen. Ein öffentlicher Ideenwettbewerb, um bei der Gestaltung des Logos auch die Ideen und die Kreativität der Menschen und Interessierten mit einzubeziehen, wurde ausgeschrieben und erfolgreich abgeschlossen.

Mit überwältigender Mehrheit wählte die Jury den Logoentwurf von Arthur Schmidt zum Favoriten. Das in den Farben des Stadtwappens gestaltete Logo, welches die Tradition und Moderne Dietzenbachs vereint, gestaltete der in Öhringen wohnhafte Kommunikationsdesigner, der über das Internet vom Wettbewerb erfahren hat.

„Ich habe mich sofort angesprochen gefühlt“, so Schmidt zu seiner Beteiligung. „Mit meinem Logo-Design war es mir wichtig, ein verbindendes Zeichen für diese schöne Stadt zu entwickeln und einen Bogen zu schlagen von der Vergangenheit bis zur Gegenwart. Dies war eine Herausforderung. Im Vorfeld analysierte ich die Stadtgeschichte, -architektur, ja selbst die Farben des Stadtwappens wurden genau unter die Lupe genommen“, erklärt der 54-Jährige zum Entstehen der Grafik.

Schmidt, der als Manager für Grafikdesign arbeitet, kennt Dietzenbach noch aus seiner Zeit, als er in Frankfurt arbeitete und im Rahmen seiner damaligen Agententätigkeit für den Rhein-Main-Verbund Fahrpläne und ähnliches erstellte. „Ich kenne dadurch die Rhein-Main-Region ziemlich gut“, so der Gewinner des Wettbewerbs, der sich über einen 300 Euro Preis (in Form von einem Gutschein des Gewerbevereins) freuen kann.

Ralf Spiegel und Mathias Kott sind Zweit- bzw. Drittplatzierte

Der im Dietzenbacher Rathaus angestellte Ralf Spiegel überzeugte mit einem seiner Entwürfe und landete auf dem zweiten Platz des Wettbewerbs. „Im Zentrum meines Entwurfes stehen zwei stilisierte Elemente, die prägend für das Dietzenbacher Stadtbild sind: Der Bieberbach und der Aussichtsturm“, so der 49-Jährige.

Die bunte Menschenkette – farblich in Regenbogenfarben gestaltet, die in zahlreichen Kulturen weltweit als ein Zeichen der Toleranz gilt - stehe dabei in erster Linie für die vielfältigen Personen, die das gesellschaftliche Leben aus- und die Kreisstadt interessant mache. Er erhält einen Gutschein in Höhe von 100 Euro. „Ich freue mich über den zweiten Platz und werde den Preis an die Jugendlichen der Dietzenbacher „Colour Stage“ spenden, so der aus Offenbach stammende Grafiker und Fotograf.

Der dritte Platz geht an eine kreative Logovariante, die die beiden Jubiläumsjahre stilvoll mit einander verschmelzen lässt. Den elegant in den Farben blau und grau gehaltene Entwurf brachte Mathias Kott aus Dresden ein.

Der ebenfalls 49-Jährige ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und traf mit seinen zwei Entwürfen den Nerv der zwölfköpfigen Jury, sodass er neben Platz drei auch den vierten von 33 Plätzen belegte.

„Ich bin begeistert, dass meine Entwürfe so gut angekommen sind“, freut sich Kott. Auch er kann sich, wie in den Teilnahmebedingungen vorher bekannt gegeben, über einen Gutschein in Höhe von 50 Euro freuen. Er teilte mit, dass er den Preis dem Verein "Zusammenleben der Kulturen in Dietzenbach e.V." zur Verfügung stellen wird.

Zwei Sonderpreise für Dietzenbacher Jugendliche

Das Engagement und die Teilnahme von zwei Dietzenbacher Jugendlichen brachte die Jury dazu, zwei Sonderpreise für deren Entwürfe zu vergeben. Die 14-jährige Tea Leona sowie die ebenfalls 14-jährige Hiwa Waghefi erhalten jeweils einen Gutschein in Höhe von 50,00 Euro sowie eine Urkunde, unterzeichnet von Bürgermeister Jürgen Rogg und Karin Winkler Deneberger, als Sprecherin des Festkomitees.

Verantwortliche zeigen sich zufrieden mit dem Prozess

„Ich bin angenehm überrascht über so viel Interesse und dass sich so viele gemeldet haben“, sagt Karin Winkler-Deneberger. Mit der einstimmigen Bewertung der Jury sei sie sehr zufrieden, auch wenn die Tatsache, dass keine Dietzenbacherin oder kein Dietzenbacher zu den Preisträgern zählt, schade sei. „Die Entscheidung wurde namensanonym durchgeführt und die Jury hatte viel Zeit, sich mit den Entwürfen auseinander zu setzen, bevor das Ergebnis, welches sehr eindeutig war, fest stand“, so die Sprecherin des Festkomitees.

Auch der externe und unabhängige Grafiker Felix Kosok, der dem Gremium beratend zur Seite stand, zeigt sich zufrieden: „Für die Bewertung eines guten Logos folge ich der einfachen Regel der 5 Ks: Konsistenz, Kreativität, Klarheit, Kontinuität und Kommunikation. Ein Marke muss klar erkennbar sein, sich von der Konkurrenz absetzen und Haltung zeigen. Darüber hinaus ist die kontinuierliche Kommunikation und Adaption wichtig, damit ein Logo die Marke mit Leben füllt. Alle drei Gewinner des Wettbewerbs erfüllen diese Kriterien und legen in ihrer Gestaltung ganz eigene Schwerpunkte auf bestimmte Aspekte. Von der Vielfalt der Ideen war ich wirklich begeistert.“ 

Bürgermeister Jürgen Rogg lobt das Verfahren des Ideenwettbewerbs und die vielfältige Beteiligung: „An dieser Stelle möchte ich mich neben dem kreativen Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmern und des Einsatzes der Jury bei den Sponsoren für die Gutscheine bedanken. Dank dem Verein „Für Dietzenbach“, dem Gewerbeverein Dietzenbach und des Kreisstädter Lions Clubs konnte die Aktion mit Preisgeldern in Höhe von 550 Euro erfolgreich durchgeführt werden.“

„Wir freuen uns, dass im Jahr 2020 das neue Logo unsere Briefe und Flyer zieren wird. Auch Bestellungen von Merchandisingprodukten können nun in Angriff genommen werden. Vereine oder Gruppen, die im Jubiläumsjahr Sonder- Veranstaltungen planen, können sich dieses Logo ordern“, freut sich Karin Winkler-Deneberger.

 

Wie wurden die Gewinner ermittelt?

Die Auswahljury setzte sich aus den Mitgliedern des Festkomitees und je einem Vertreter der Vereine, die die Preisgelder stiften zusammen. Zudem stand der Offenbacher Grafiker Felix Kosok beratend zur Seite.

Kosok, der aktuell in Sachen Grafik an der Hochschule für Gestaltung Offenbach promoviert, führte im Foyer kurz in Form eines Impulsvortrages in die Thematik der Logogestaltung ein. Anschließend öffnete die Sprecherin des Festkomitees, Karin Winkler-Deneberger die großen Türen des Sitzungssaales der Stadtverordnetenversammlung und der Blick auf die Entwürfe wurde erstmals für die Jury frei. Im Vorfeld hatten weder die Jurymitglieder noch Kosok die 33 Entwürfe von 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gesehen.

Die Entwürfe hingen in A3-Ausdrucken in chronologischer Reihenfolge der Einsendedaten an der holzvertäfelten Wand und gaben einen farbenfrohen Überblick über die Kreativität der Teilnehmenden. Dabei wurde darauf geachtet, dass die Entscheidung ohne Nennung der Namen geschieht. Wer also die Entwürfe eingereicht hat, war keinem der Stimmberechtigten bei der Entscheidung bekannt.

Zusätzlich unter den A3-Ausdrucken waren die Logoentwürfe auch verkleinert zu sehen sowie in Schwarzweiß respektive in Grautönen, da diese Kriterien bei der Entscheidung und zukünftigen Verwendung des Logos ebenfalls von Bedeutung sind. Auch die Beschreibungen, so denn welche von den Einreichenden abgegeben wurden, konnten die Entscheider pro Entwurf lesen.

Nach dem sich die Jury viel Zeit genommen hatte, die Entwürfe quasi stillschweigend und ohne gegenseitige Absprachen zu sichten, hatte jedes Mitglied die Möglichkeit, fünf Stimmen in Form von Ausklebern, zu verteilen. Pro Entwurf konnte nur eine Stimme vergeben werden, jedoch mussten die fünf Aufkleber nicht alle genutzt werden. Dabei zeichnete sich ein eindeutiges Ergebnis ab. Der Erstplatzierte erhielt von jedem Jurymitglied eine Stimme.

nach oben zurück